1933/34
Links: Nikolaus Wintrich (mit Posaune), von rechts: Anton Wintrich, Valentin Conrad, Johann Heinz
Mitte der 20er Jahre gründeten musikbegeisterte Bürger das Philharmonische Orchester "Mozart". Ihm gehörten u.a. Peter Drockenmüller, Matthias Maus, Christoph Olk (Klavier) und Johann Wintrich an. Die Gruppe, die im "Römerkrug" zusammentraf, brachte klassische Werke zur Aufführung, die zahlreiche Zuhörer begeisterten. Der 2. Weltkrieg setzte dem Orchester ein Ende.
Instrumentalmusik wurde zwischen den Weltkriegen in Speicher außerdem beim Kriegerverein, beim Frontkämpferbund und vom Männergesangverein betrieben. Dazu nachfolgend näheres bei diesen Vereinen. Musikkapellen Einen Musikverein in heutigem Sinn gab es vor dem 2. Weltkrieg in Speicher nicht.
Als Vorgänger und Wegbereiter der Vereinsmusik hatten sich schon vor der Jahrhundertwende kleinere Kapellen gebildet, die zum Tanz aufspielten und auch sonst das musikalische Geschehen des Ortes prägten, etwa durch die Teilnahme an Prozessionen und Vereinsveranstaltungen.
Diese Kapellen rekrutierten sich vornehmlich aus Familien, in denen sich musikalisches Können und Begeisterung über Generationen vererbten. Zu nennen wären hier die Namen Wintrich, Wingenter, Maus und Neises.
Die älteste bekannte Kapelle wurde im vorigen Jahrhundert von Cornelius Wintrich (auch "Spiel-Nieles" genannt) gegründet. Zeitweise - auch nach dem 1. Weltkrieg - vereinigten sich die auf Familienbasis entstandenen Gruppen, um so einen kräftigeren Klangkörper zu bilden. Musikkapelle